Hommages / Bildwidmungen (1-4)

1. Eine Hommage an den Heimertinger Maler Manfred Wagner

2. Eine Hommage an das Theater Anu, Memminger Meile 2006

3. Diether Kunerth

4. hydrophil der Kompanie hausgemacht, Memminger Meile 2008


Ob man einem Kunstwerk begegnet sei, meinte der metaphysisch nicht leicht erregbare Paul Valéry,  erkenne man daran, ob es einen im Zustand der Inspiriertheit zurücklässt. Wir antworten mit Widerschein.

(Botho Strauß, in der derzeitigen Ausstellung „Thomas Demand“, Neue Nationalgalerie, Berlin)

Immer wieder bin ich so betroffen oder berührt von einer Ausstellung, einem Konzert, oder einer anderen kulturellen Veranstaltung, dass ich danach als Nachklang ein Bild davon male, um das Erlebte besser zu verarbeiten. Meist steht der Anlass dann nur auf der Rückseite des Bildes. Der Titel lautet dagegen häufig anders. Im Grunde ist mein Triptychon Vom Licht zum Licht (auf der Seite Bildthemen)  so entstanden.

Ich malte es nach dem Besuch der Münchner Ausstellung des Lichtkünstlers Dan Flavin. (Auf den Bezug zur Musik werde ich wohl ein anderes Mal eingehen). Diese Bildwidmungen verschwinden dann meist ungesehen in der Schublade. Dabei wollen Bilder doch angeschaut werden. Das will ich hier auf dieser Seite möglich machen.

3.11.2009

1. Eine Hommage an den Heimertinger Maler Manfred Wagner


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Sterben müssen, 2009

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Im letzten November starb der Heimertinger Maler Manfred Wagner.  Für mich kam das völlig überraschend.

Hatte ich mich doch erst im April 2008 auf meiner Ausstellung Licht, Farbe, Klang länger mit ihm unterhalten, ohne dass ich Anzeichen von Alter oder Krankheit entdeckt hätte! Ich war so erschüttert über die Nachricht seines Todes, dass ich dies in einem Bild, einer Art Hommage an den Künstler, ausgedrückt habe (auf das obige Bild klicken, dann wird es sichtbar). Dieses Jahr habe ich dann das Bild Sterben müssen (s.o.) stark verändert gemalt, nachdem ich in Sontheim erneut eine Ausstellung mit seinen Bildern und einen Film über ihn gesehen hatte. Manfred Wagner beeindruckte mich nicht nur durch seine freundliche, aufgeschlossene Art, sondern seine Bilder berührten mich auch durch ihre geistige Dimension sehr.

Der Künstler sagte über seine Malerei:

„Alles ist aufeinander bezogen, und nicht nur im zwischenmenschlichen Bereich, sondern auch zwischen Menschen und Tieren und Pflanzen und dem Mineralbereich und allem, was der Kosmos in sich beherbergt. So versuche ich in meinen Bildern, diese energetischen Zusammenhänge sichtbar zu machen.“

Wagner konstatiert nicht nur einen „Verlust der Mitte“, sondern den Verlust der Lebensgrundlagen. Insofern sind seine Bilder zum einen Zustandsbeschreibungen, zum anderen Ausblick in andere Dimensionen des Seins: Visionen.“

(beide Zitate aus:  Manfred Wagner, Energie, Form, Dimensionen, Entwürfe für ein neues Zeitalter, S.11)

Weitere Bildwidmungen werden auf dieser Seite folgen. Aber ich finde es angebracht, wenn ich erst einmal nur ihm diese Seite widme; denn sein Tod jährt sich jetzt im November. Ich wünsche ihm sehr, dass sein Name im Gedächtnis bleibt und seine „Visionen“  immer mehr Anklang finden.

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30.12.2009

2. Eine Hommage an das Theater Anu, Memminger Meile 2006

Das alljährliche Kulturfestival der Memminger Meile bringt  viel Leben und Zauber mit sich. Nicht nur in Parks, Kirchen und Sälen, auf Höfen und Plätzen pulsiert es. Nein, auch der Alte Friedhof  kann zu einer unvergesslichen Frühlings-oder Sommernacht einladen! Ich war dort im Mai 2006 in dessen Parkanlage dabei, als das Theater Anu und der Illuminationskünstler Jörg Rost dem zahlreich erschienenen Publikum einen wunder-vollen Abend bereiteten.  Lichter überall, Schattenspiele, Aufführungen, vorbeihuschende oder auftauchende Gestalten, Märchenwesen wie Elfen und Kobolde  … Und plötzlich sehe ich weit weg den Mond zur Erde hinunterkommen… Sicher, es handelte sich nur um einen Papiermond, aber für einen Augenblick war der Zauber perfekt! Später begleitete ich dann noch in einer großen Menschenmasse eine Räuberbande, die diesen Mond in einer spaßigen Aktion vom Himmel holte.

Dieser Abend klang noch lange in mir nach und er inspirierte mich nicht nur zu dem folgenden  Bild; denn die „Monddiebinnen“, die ich viel später immer wieder malte, finden sicher auch hier ihren Ursprung.

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Zaubergarten,2006

17.01.2010

3. Diether Kunerth

Auch eine andere Veranstaltung der Memminger Meile 2006 inspirierte mich zu einem Bild:
Ich besuchte im Memminger Kreuzherrnsaal drei der vier Videoabende des Malers Diether Kunerth. Der erste Videoabend mit dem Thema „Erschaffung einer Insel und der Eva und deren Zerstörung“  faszinierte mich dabei ganz besonders. Ganz sicher spielte dabei auch das Zusammenspiel von Kunst und Natur,  wie ich es so liebe, eine große Rolle.  Aus dieser Faszination entstand die folgende Bildwidmung an den Maler:

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4. hydrophil der Kompanie hausgemacht, Memminger Meile 2008


Eine ganze Reihe von Bildern entstand, nachdem ich ebenfalls im Kreuzherrnsaal das Tanzprojekt „hydrophil“ der Kompanie hausgemacht besucht hatte.

Die Gruppe verstand es sehr gut, die unterschiedlichsten Eigenschaften und die Auswirkungen des Wassers in ihrem Tanz mitreißend darzustellen, egal ob es sich um Tropfen, Eis, Schneeflocken oder gefährliche Wogen handelte.

Das hat mich lange nicht losgelassen! Eins dieser Bilder möchte ich hier zeigen:

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aus der Serie hydrophil, 2008

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