Was täte ich nur ohne Blau? oder: Die Faszination der Farbe Blau

„Malen Sie denn nur Bilder in der Farbe Blau?“ fragte mich ein Besucher meiner Ausstellung Ins Blaue. Nein, ich habe mich nur eine Zeit lang ganz intensiv der Farbe Blau gewidmet. Dabei ging es mir darum, der Wirkung, der Aussage und Symbolkraft , dem Klang der Farbe Blau nachzuspüren…

 

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( Es handelt sich hier um ein von mir gemaltes Bild (2011) , das ich digital bearbeitet habe)

Blau war nämlich bis ins Erwachsenenalter für mich die Lieblingsfarbe, die Farbe, bei deren Anblick ich allein Schutz, Klarheit, Ruhe und Vertrauen spürte. Nicht umsonst gilt sie ja als Farbe der Hoffnung.  Sie ist bis heute so etwas wie die Heimatfarbe für mich geblieben, auch wenn mich inzwischen die Kraft anderer Farben und die reiche Vielfalt der Farbtöne genau so stark faszinieren. Die Assoziationen und Empfindungen, die die Farbe Blau auslöst, gehen jetzt mehr in Richtung Weite, Tiefe, Freiheit, Heiterkeit, Inspiration, Geistiges  … So als ob die Welt in Blau getaucht ist ! Blau hat einfach eine wohltuende Wirkung auf mich! Wie Balsam für meine Seele …

Sicher geht es mir  nicht allein so! Die Farbe Blau spricht ja die meisten Menschen an und hat ihnen etwas zu sagen. Wir müssen nur  ihrer Wirkung in uns Raum und Zeit geben.  Sie soll die Lieblingsfarbe der Deutschen und die vieler Künstler sein. Es gibt zahlreiche blaue Bilder, viele Gedichte über diese fasziniernede Farbe und auch das Internet hält einiges für den Verehrer bereit!

Jetzt, da meine Ausstellung zu Ende geht, habe ich mich schon wieder anderen Farben zugewandt. In meinen Bildern herrscht  momentan eher der Rotton vor. Nach den vielen  Bildern in Blau zieht mich Rot in den Bann und schafft damit wohl in mir Ausgleich.

 

4 Gedanken zu „Was täte ich nur ohne Blau? oder: Die Faszination der Farbe Blau

  1. khnemo

    Einmal abgesehen davon, dass ich Form und Struktur von »untitled, 2011« sehr mag, stellen Deine farblichen Variationen des Bildes schöne Beispiele dafür dar, wie sich damit auch Ausdruck verändert – m. E. von dunkel/kühl/ernst (die beiden oberen Bilder) über expressiv bzw. getarnt (links, die beiden unteren Bilder) bis zu klar/»warm«/freundlich.
    Alles zusammen auch eine Ermutigung zum Experimentieren!
    – mit einem lieben Gruß!

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    1. ppawlo Autor

      Freut mich, das von Dir zu hören, lieber khnemo! Genau diesen Dingen habe ich ja nachgespürt und wollte mit den Variationen nicht allein die Vielfalt der Blautöne sondern eben auch die Verschiedenheit der dadurch ausgelösten Assoziationen, Eindrücke und Empfindungen spürbar werden lassen. Danke!! Auch Dir einen lieben Gruß! Petra

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