Der Zauber im Detail/The charm in details*

(Dieser Beitrag zählt zum Projekt  „Aus meiner kleinen Werkstatt“/This post is part of my project  „From my smalll  studio“)

Normalerweise denke ich eherim Detail steckt der Teufel.  Doch beim Malen fallen mir immer wieder Bilddetails auf, die mich voll faszinieren, die aber beim Weitermalen bald ganz anders aussehen könnten. Um sie zu erhalten fotografiere ich sie also. So geschehen im Arbeitsprozess zu „Es nimmt Form an und „Es nimmt Form an 2.  Heute bekommt Ihr einige (weitere) Geschmackproben davon:

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Usually I rather think that the devil is in a detail. But in the painting process I often discover fascinating details that would only exist for a moment if I didn’t take a photo to save it on the computer. This has been the case in the work flow of my 2 paintings Getting into shape and „Getting into shape 2. Here are some of these details :

 

(Alle Bilder dieses Beitrags stammen aus der Serie „Es nimmt Form an“/All images of this post count among the series „It’s taking shape“, 2017)

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Da sie immer wieder wie zu einem neues Bild für mich werden, weist im Titel nur ein B  darauf hin. Auf dem Computer entwickeln sie eine Eigendynamik und ich kann sie ja wieder mit dem Drucker zu Papier bringen. Einige von ihnen finden ihren Weg auch in meine Mappen.

Wie das dann wirken kann, habt Ihr mir in den letzten beiden Beiträgen Es nimmt Form an / It’s taking shape* und Es nimmt Form an /It’s taking shape 2* gezeigt. Ganz, ganz herzlichen Dank für Euer reichhaltiges, spannendes  Echo!

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As they can become new images for me, only the letter B in the headline will show you that they only exist on the computer, but they can be printed on paper. Some will find its way into my folders.

In my posts Es nimmt Form an / It’s taking shapeand Es nimmt Form an /It’s taking shape 2 you showed that they can appeal to you. Lots of thanks for your rich, exciting feedback!

 

 

5 Antworten auf “Der Zauber im Detail/The charm in details*”

  1. Spannend. :) Das Ganze ist ja, wie man sagt, mehr als die Summe seiner Teile. Umgekehrt kann aber, wie wir hier sehen, das Detail mehr sein, als ein Bruchteil des Ganzen. So für sich genommen ist jedes der hier abgebildeten Details für mich ein vollwertiges Bild. :)
    Das ist meines Erachtens hier ganz ähnlich wie in der Musik (einmal mehr). Beispielsweise sind bei einer Sonate oder einer Suite alle Sätze sinnvoll aufeinander bezogen. Und dieser beziehungsreiche Zusammenhang ist nicht erkennbar, wenn man einen einzelnen Satz isoliert spielt. Anderseits erhält dieser einzelne Satz aber, wenn man ihn gleichsam für voll nimmt, ganz neue Dimensionen. Neue Facetten werden erkennbar. Man hört diesen Satz sozusagen mit neuen Ohren. Und wenn wir ihn erneut in seinem Gesamtkontext hören, wird dadurch die Wahrnehmung des gesamten Werks bereichert. Dass das Detail ein Eigenleben führen kann, kommt also auch dem größeren Ganzen zugute.
    Das Wort vom Teufel, der im Detail stecke, hat wahrscheinlich der Teufel höchstselbst in die Welt gesetzt. Und zwar, damit wir nur in den Details nach ihm Ausschau halten und er unbehelligt im großen Ganzen fuhrwerken kann. ;) Allerdings meine ich dazu, dass der Teufel wohl meist in der Oberflächlichkeit steckt, mit der wir Dinge zwar sehen (oder auch hören, usw.), aber eben nicht wahr nehmen. Wenn wir genau hinschauen und (auf) die Details achten, hat dieser Teufel ausgespielt. :)

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  2. :)
    Dank für dein Beispiel aus der Musik! Ja, in der Kunst gibt’s in vielen Bereichen Vergleichbares, ob es nun um Gedichtzeilen, Textauszüge, Zitate, eine Szene etc geht. Da passt der Herbst gut, wenn sich all das Interesse nicht auf den Baum sondern auf die Blätter richtet! Hier beim Bild kommt allerdings noch hinzu, dass der ursprüngliche Bildausschnitt nur noch digital existiert, aber eben auch wieder auf einen Bildträger zurückgeholt werden kann. Doch auch da könnte man in Vergleichen verschiedene Vortragsweisen, Instrumente, Stimmen etc heranziehen.
    Ein „Detail“ ist ein so weiter Begriff, dass der „Teufel im Detail“ nicht immer passt und manchmal wohl überhaupt nicht stimmt. Ja, wie schön, wenn Wahrnehmung achtsam und umfassend daherkommt. Es gibt jedoch auch eine pingelig-genaue, rechthaberische Wahr-nehmung. Vielleicht ist die gemeint. Oder einen Text, den man genau aufsagen kann, aber nichts davon kapiert? Oder ein detailgetreues Bild, das keine Wirkung erzielt…etc, etc ??
    Da gäb’s noch viel zu sagen, zu fragen und nachzudenken! Herzlichen Dank für dein anregendes Gedankenfutter! 🌟🌟🌟

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  3. Für mich ist das Hinschauen auf die Details in meinen Bildern ebenfalls sehr wichtig. Die Farbe, der Pinselstrich, die kleinen Brüche … all das offenbart ja meine mir selbst oft gar nicht bewusste Handschrift. Die Details, die du zeigst, sind DEINE – niemals könnten sie von einem anderen so produziert werden.
    Im Grund ist es nicht anders im Leben: wir fassen zB im Rückblick des Tages Ereignisse zusammen: ich war dort, ich aß jenes, ich traf den XY … aber die Details, die das Erleben (dasLeben) eigentlich ausmachen, die entgehen uns. Da ist dann der von Ransom benannte Teufel der Oberflächlichkeit am Werk. Uns entgeht das Wesentliche: der besondere Ton, Geschmack, die Folge von Worten, von Gefühlen —-all das verschwindet.
    Durch die heutige Gewohnheit, Bilder (Musik) elektronisch zu reproduzieren, entgeht dem Betrachter (Hörer) sehr viel von dem, was ein Kunstwerk ganz eigentlich ausmacht. Walter Benjamin nannte es seine Aura.
    Ich persönlich mag kaum noch reproduzierte Musik anhören, und bei der bildenden Kunst geht es mir ähnlich. Ich bin vielleicht informiert, habe aber keine wirkliche Begegnung mit der Kunst.

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  4. Liebe Gerda, hab ganz herzlichen Dank für diesen wunderbaren, lebendig-frischen Kommentar! Es ist herrlich, wenn dies in der Bloggerwelt möglich ist!
    Das Internet kann Leben und Kunst nicht ersetzen und darf das nicht „absetzen“. Davon bin auch ich überzeugt.
    Du schreibst ja immer wieder einmal über deine Reaktion auf das „Elektronische“ und ich kann mich da auch einfühlen. Und wenn du es selbst erarbeitest, bist du auch nicht ganz dabei??
    Ich ticke da wohl ganz anders und das ist ganz und gar keine Kritik; denn ich finde Unterschiedlichkeiten immer wieder spannend. CDs und digitale Kunst wirken auf mich in anderer Weise und können auch so durchaus eine „Aura“ (schönes Wort!) haben und ich bin auch da mit Leib und Seele dabei! Es gibt auch so viele neue, faszinierende Möglichkeiten und Entdeckungen! Liebe Grüße, Petra

    Gefällt 1 Person

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