Klar werden/Getting clear 2*

( Nach Getting Clear 1 füge ich auch diesen Beitrag meinem Projekt Aus meinem Atelier hinzu/ After Getting Clear 1 I  add this post to my project „From my studio“)

Zur Zeit möchte ich meine Bilder nicht so mit Details, Farben und Formen füllen, die allein selbst schon ein Bild sein könnten. Vielmehr reizt mich mehr Klarheit ; d.h. dem Eigentlichen mehr Raum, ja mehr Spielraum geben.

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At present I’d like not to fill my paintings with so many details that might be whole images themselves. It’s clarity that is fascinating me; i.e. I’d like to concentrate more and give more space to the heart of things.

Getting clear 1 RS web 2018

Klar werden/Getting clear 1, Acryl auf Leinwand, 40x50cm

Und dass es für Euch anschaulicher wird, füge ich hier die Arbeit im Arbeitsprozess bei. So schaute sie also zuerst aus:/ And to make it more concrete, I’m adding the work during its progress:

Getting clear 1 in progress web

(Aus dem Arbeitsprozess/ The work in progress 2018)

Das Beitragsbild ganz oben ist eine leichte Abwandlung des Originals./ The post image above is a slight digital variation of the original painting.

15 Antworten auf “Klar werden/Getting clear 2*”

    1. Ich versuche es erst einmal mit Zudecken. Der Ausdruck selbst bereitet mir aber Unbehagen. Es soll ja nichts einfach unter den Tisch gekehrt werdern und im Unter-oder Hintergrund weitergrummeln. Ich erhoffe mir ja durch das „Zudecken“ oder eher „Weißeln“ , das Ausschließen von Nebensächlichen, größere Klarheit. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Danke, Belana!

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      1. Normalerweise sieht man als „Endkunde“ die Zwischenzustände ja nicht. Ich finde das aber sehr interessant. Aber auch hier gilt ja, dass jede/r es vor seinem/ihrem Hintergrund wahrnimmt. Für „meine Augen“ gab es halt viel Unruhiges/Aufwühlendes. Für andere ist das bestimmt ganz anders. Freue mich weiterhin auf Deine farbenfrohen Werke.

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  1. Das hier ist nun wieder ein Bild, das für mich unmittelbar hörbar wird. Wie gehabt ohne eine musikalische Quelle hineininterpretieren zu wollen wirkt es auf mich am stärksten, wenn ich es klingen lasse. Und ich nenne es hier „ein Bild“, denn es macht für mich durchaus Sinn, das in einem Zusammenhang zu sehen (hören). Die Aufnahme aus dem Arbeitsprozess wirkt auf mich unglaublich kraftvoll. Es ist sehr komplex in seiner Vielfalt von Farben, Formen, Oberflächenstrukturen. Großes Orchester – hochdramatisch und bewegt. Eine Herausforderung. Nicht zu jeder Zeit zu bewältigen. Und auch etwas, bei dem man die Motive und Zusammenhänge nach und nach sich erschließen muss. Auf jeden Fall voller Energie und (vielleicht nicht auf den ersten Blick, sondern den dritten…oder fünften) auf seine Weise ausgeglichen. Das fertige (?) Bild (musikalisch dann vielleicht der Finalsatz einer Sinfonie) kommt ausgesprochen aufgeräumt daher. Noch immer sind Kraft und Bewegung sicht- und spürbar – aber sie sind eingebettet in eine heitere Gelassenheit. Dass hier etwas übermalt und also zugedeckt wurde, spielt hier keine Rolle. Alles lebt hier weiter in dem, was sichtbar ist. So wie in der Musik das Verklungene durch seine Beziehungen zum Klingenden in seiner Essenz präsent bleibt.
    Ich könnte mir das übrigens gut als Konzept vorstellen – dass man Schritte aus dem Arbeitsprozess bewusst zeigt, um aus einem Bild sozusagen ein „mehrsätziges“ Werk zu machen. Einerseits, weil dies ganz einfach sehr spannend ist. Aber auch, weil dadurch generell das Bewusstsein für den Entstehungsprozess eines Gemäldes entwickelt wird und man vielleicht auch andere Bilder mit „neuen Augen“ sieht.

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        1. Es gefällt mir sehr gut, welche musikalischen Assoziationen du mit meinen Bildern verbindest.
          Dass die Bilder für dich klingen, freut mich noch mehr. Sind sie doch im Rhythmus, meinem Mitsingen und meiner Gestik entstanden, ohne dass ich Anspruch erhebe, davon etwas Genaues gemalt zu haben. Doch deine Beschreibung passt bestens auf die Musik. Es war wieder der Canto General von Pablo Neruda und Theodorakis, der für mich dafür stand, die Fülle in der Musik mit der Fülle im Bild zu beantworten. Danach war es die Musik von Arvo Pärt, die zu Klarheit und Einfachheit drängte. Die beiden Komponisten halfen mir einfach bei meinem derzeitigen Bedürfnis in der Malerei „klarzukommen“. :) So könnte das „Zugedeckte“ auch nach dem, was du beschreibst, zum“ Erinnerten“ werden und ja, das könnte ich mir gut in einem Arbeitsprozess vorstellen. Schaun wir mal ! Lieben Dank für dieses großartige und inspirierende Feedback! 🐻

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          1. Ja, bei diesen Bildern war das Klangerlebnis für mich unmittelbar vorhanden. :) Und es ist für mich natürlich sehr spannend, zu erfahren, dass Musik im Spiel war und welche Musik hier Pate gestanden hat. Interessant finde ich den Ansatz, durch eine völlig andere Musik eine neue Qualität ins Bild zu bringen. Musik wirkt ja oft auf sehr subtile Weise. Und da kann es durchaus von Vorteil sein, sich einfach mit der Musik fließen zu lassen, ohne bestimmte musikalische Details bildlich vermitteln zu wollen.
            Für mich wäre auch noch eine weitere Betrachtungsweise des „Zugedeckten“ schlüssig. Es kann unter Umständen auch das „Erlebte“ sein, zu dem teilweise auch Erfahrungen gehören, die man nicht bewusst erinnert, die aber doch ihren Einfluss darauf haben, wie der gegenwärtige Augenblick (das fertige Bild) auf uns wirkt.

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            1. Danke, Random! :) Das war das erste Mal, dass ich an einem anderen Tag einfach eine andere Musik ausgewählt habe. Ich wollte einfach Arvo Pärt “ Lamentate“ hören, weil er für mich in Lamentate das „Klarkommen“ symbolisiert, auch wenn es harte Kost zu sein scheint. Jedenfalls ist seine Tonwelt ja auf Einfachheit und Klarheit getrimmt. Und Dynamik, Dramatik, aber auch innige Zurückgenommenheit finden sich ja in beiden Musikstücken.
              Und ja, „Erlebtes“ birgt auch das Unbewusste in sich, mehr als Erinnerung.
              Dir noch einen schönen Tag! 🍀

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