Schilf /Reed 2*

Und noch einmal geht’s um das  Thema „Schilf“ wie in den letzten beiden Beiträgen aus  „Alltag 1“  und Schilf/Reed* schon : (Mit einem Klick auf  die Fotos und die digitalen Arbeiten wird alles größer und schöner auf Schwarz):/ And once again it’s about reef as in the two  posts before Everyday 1* and Reed :

 

Und auch in digitalen Arbeiten:/ And in digital works, too:

Es freut mich sehr, welche Zusammenhänge ich mit Musikinstrumenten, Schreibfedern, Kalligraphie, Maltechniken und vielen Gegenständen aus Schilf gefunden habe! Und Schilf bekommt auch immer mehr eine übertragene Bedeutung für mich. Welche Assoziationen gibt Euch wohl Schilf ? :)

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I’m very glad about all I’ve learnt about musical instruments, ink pens, calligraphy, painting techniques and many objects in reed. And reed is getting a symbolic meaning for me, too. What are your associations with it, I wonder? :)

 

19 Antworten auf “Schilf /Reed 2*”

  1. Faszinierende Vielfalt. :) Schilf hat immer wieder seine eigene Schönheit. Ob einzeln und in Details oder im mächtigen Chor. Ich möchte hier keinem der Bilder eine Vorzugsstellung einräumen, aber dennoch auf einen Aspekt von D 12 besonders eingehen: Ob Schilf, in Wasserwelten sehr zuhause, dieses so schöne und typische Windwogen vom Wasser gelernt hat? Oder ob Schilf sich am/im Wasser wohl fühlt, weil sich einfach Wesensverwandtes zusammenfindet?
    Bemerkenswert ist für mich übrigens, dass ich beim Schilf sprachliche und musikalische Assoziationen nicht trennen kann. Es auch gar nicht will. Denn Sprache hat ja auch ihre musikalischen Elemente (Melodie, Rhythmus, …). Und für die Musik ihrerseits wird nicht umsonst der Ausdruck „Tonsprache“ auf unterschiedliche Weise verwendet. Manchmal begegnet man auch dem Ausdruck „Klangrede“. Jedenfalls kommen wir deutschsprachlich vom „Ried“ über „Reet“ zum englischen „Reed“ – und das ist für mich primär musikalisch besetzt. Schall-Wellen (da kommen wir wieder in die Nähe von D 12). Eine hübsche Vielfalt an „Wind-Instruments“ wird ja (aus ganz praktisch naheliegend schilfbezogenen Gründen) als „Reed-Instruments“ bezeichnet. Musikumgangssprachlich häufig in der Kurzform „Reeds“. So ist es nicht verwunderlich, dass für mich jedes dieser Bilder über alle optische Köstlichkeit hinaus auch seinen ganz eigenen Klang hat. :)

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    1. Herzlichen Dank für deinen großartigen, spannenden Kommentar ! Ja, für mich mischen sich im „Schilf“ inzwischen auch immer mehr Ebenen und Wahr-nehmungsfilter. Dass Sprache und Musik auch zu einer Familie gehören (können) ist mir klar. Wird doch gerade in der Poesie damit gearbeitet und bei manchen Menschen ist das Reden fast ein Gesang. ;) Die Verwandtschaft zum englischen Reed war mir ja bekannt, aber „Wind-Instrumente“ und „Reeds“ waren mir ganz neu . Schön!! Den Ausdruck „Woodwind instruments“ mag ich da besonders, auch wenn mir die Unterschiede nicht so bekannt sind. Ich dachte immer, dass sie aus Holz sind, aber das stimmt wohl gar nicht. Dass meine Bilder ihren eigenen Klang für dich haben, freut mich nun ganz besonders !!! Einen schönen, klangvollen Abend! 😊

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      1. 😊
        Da haben wir freilich ein schönes Exempel für den All-Tag, bei dem sich uns ein Kosmos eröffnet, wenn wir näher hinschauen und nachspüren.
        Das „singende“ Sprechen wird ein Stück weit durch die jeweilige Sprache/Dialekt mehr oder weniger gefördert – ist aber individuell schon sehr verschieden.
        Gerade unter den Holzblasinstrumenten gibt es etliche, die nicht aus Holz gefertigt werden. Die gängigen Bezeichnungen haben mit der Art der Tonerzeugung zu tun.
        Ja, dieser „Bilderklang“ erfreut mich auch immer wieder. 😊
        Mit einem harmonischen Abendgruß 🐻

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        1. :)
          Dein erster Satz ist zitatrverdächtig: „Ein Kosmos eröffnet sich im Alltag, wenn wir näher hinschauen und nachspüren.“
          Ja, ich meinte das individuelle Sprechen, in dem ja auch eine Wesensart zum Ausdruck kommen kann.
          Einfach noch mal lieben Dank für diese informative Resonanz! Und hab’s gut am Wochenende!

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  2. Wenn ich an Schilf denke, dann höre ich es rascheln, untermalt von sehr leisen Seewellen, die ans Ufern schwappen …
    wunderschön poetische Bilder zeigst du uns, ich denke an Japantusche.
    Herzlichst, Ulli

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    1. Liebe Ulli, du malst da ein sehr ansprechendes, klangvolles Bild! Ja, die Japantusche kam mir auch in den Sinn und ich finde es faszinierend, dass viele Bilder damit ja schilfähnlich aussehen. Ganz herzliche Grüße zurück, Petra

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  3. sehr schön deine Bilder! Bei Schilf denke ich an leichte luftige Bewegung von fest im Boden Verwurzeltem, das von Wasser umspült wird. Schilf also ist für mich der Ausdruck der unzerstörbaren Natur, der Dreiheit von Erde, Wasser,Luft, aus der die Pflanze sind entwickelt. Aus dem rohr des Schilfs machte Pan, der All-Gott, die Rohrflöte, die Pansflöte. Er musste dafür das Rohr in Stücke schneiden und die Stücke verbinden – ein Eingriff in die Welt der Pflanzen.
    Viel schwerwiegender war der Eingriff, um die Harfe des Apoll zu schaffen, die sich aus der Leier des Hermes entwickelte. Hermes tötete eine Schildkröte und verwendete die Sehnen der geschlachteten Rinder für die Saiten. Das war Eingriff in die Welt der Tiere.
    Jeder zivilisatorische Schritt geht mit Zerschneiden, Töten von Lebendigem einher.

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    1. Liebe Gerda, hab lieben Dank für deine ausführlichen, spannenden Assoziationen!
      Leider habe ich mich schon lange nicht mehr mit griechischer Mythologie beschäftigt. So kann ich dazu z.Zt. so gar nichts dazu sagen. Stimmt der letzte Satz wirklich? Vielleicht viele,– aber alle?
      Liebe Grüße und einen schönen Sonntag, Petra

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      1. es würde mich interessieren, ob du, bei näherem Nachdenken, dem Satz zustimmen könntest. Mir kam er erstmal in den Sinn, als ich den Mythos von der Herstellung der ersten Leier durch Hermes las. Aber vielleicht ist er zu absolut. Die Musik – solange sie Gesang ist und nicht durch Instrumente erzeugt wird, bedarf keines Eingriffs in die Natur, ebenso der Tanz. Beim Instrumentenbau aber ändert sich etwas, denn es bedarf eines Aktes der Tötung. Das trifft auch für Trommeln zu, die mit Tierfellen bespannt werden. Manchmal werden nur Pflanzen oder mineralisches Material für die Kunst verwendet, wobei viele Materialien selbst durch Todesprozesse entstanden sind (Marmor, Sedimente, Erdöl, Kohle).Nun,das sind so Gedanken, die mich beschäftigen. Es ist der flüsternde Gesang im Schilf, ist die traurig-schaurig klagende Musik der Rohrflöte, die sie hervorrufen.

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        1. Sorry, ich komme jetzt erst zum Antworten. IDu fragst nach meiner Meinung: Ich kann deinen Gedankengängen jetzt besser folgen; denn statt „Jeder zivilisatorische Schritt geht mit Zerschneiden, Töten von Lebendigem einher.“ schreibst du jetzt ja nur über die Herstellung von Instrumenten. Doch auch da finde ich das Wort „töten“ nicht passend. Mit deinem letzten Satz dagegen kann ich wunderbar mitschwingen, obwohl ich auch einen wohltuenden Zauberklang vernehme. :)

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