Anton Bruckner – eine Bildergalerie*

(Dieser Beitrag gehört zur Reihe „Symphonisch“.  Hier kommst du zu allen weiteren Beiträgen des gleichnamigen Projekts/ This post counts among the articles for my project „Symphonic“ . Here you can find all the other posts before)

Gestern habe ich einige Brucknerbilder von mir gesucht.  Dass mich dieser Komponist  nach 1995 oft inspiriert hat, wusste ich, war ich doch auf vielen Musiktagen mit seiner Musik.  Dass ich aber sogar eine kleine Galerie zeigen kann, erstaunt mich doch: Wie alle meine Bilder um diese Zeit, handelt es sich hier um Aquarelle auf Papier. (Mit einem Klick auf ein Bild öffnet sich die Galerie mit größeren, betitelten Bildern  im ganzen Format auf Schwarz):

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Today I’ve looked for some other  paintings inspired by Bruckner’s music.  I know that Bruckner’s music  inspired me again and again about 1995, but that I can even show a gallery here surprises me. You can see water colours on paper as I  used to paint at that period of time:

(With a click on an image another black  gallery opens with bigger images in their right, whole form  with some info) ):

Und wer Lust hat, kann hier noch das Adagio aus Bruckners 8. Symphonie anhören. Es beginnt ganz schwer. Das Dunkel  löst sich aber in wunderbaren Höhen auf. Es ist eins meiner Lieblingsstücke von Bruckner. Die ganze Symphonie gibt‘ auch bei YouTube, z.B. mit Eugen Jochum.  : / And who’s curious enough, can listen to the Adagio of Bruckner’s 8th Symphony. It’s one of my favourites by Bruckner. YouTube offers the whole symphony, too, e.g. with Eugen Jochum 

17 Antworten auf “Anton Bruckner – eine Bildergalerie*”

  1. Das ist eine sehr beeindruckende Sammlung die ja nicht im Handumdrehen entsteht. Diese über längere Zeit andauernde Beschäftigung mit Bruckners Musik hat hier unter anderem auch den Vorteil, dass unterschiedliche Ausdrucksweisen und Maltechniken ganz verschiedene Aspekte der Musik zum Ausdruck bringen. Ganz faszinierend finde ich beispielsweise, welche Facetten durch die Aquarelle besonders deutlich werden. Auch wenn die Motive Höhen und Tiefen ausdrücken, haben die Aquarelle eine ätherische Qualität, die für mich (primär) zweierlei zeigt. Erstens erhalten die Bilder dadurch einen ahnungsvollen Ausdruck. Als möchte man sagen: da ist mehr und immer noch mehr, als Klänge und Bilder ausdrücken können. [Das ist für mich ohnehin ein besonderes Merkmal bei Bruckners Musik – dass sie nicht selbstbezogen ist, sondern immer irgendwie über sich hinaus weist.] Das Hör- und Sichtbare ist Andeutung und (Vor-)Ahnung. Und zweitens vermitteln die Bilder damit ganz besonders eine Empfindung von Leichtigkeit. Nun ist Bruckners Musik ja wahrlich keine leichte Kost. Die Entstehungsgeschichte seiner Werke zeigt, dass auch er diese Musik durchaus nicht “umsonst bekommen” hat. Ich selber hatte meine erste Begegnung mit Bruckner als Jugendlicher durch die 8. Sinfonie, die ich zunächst einfach sperrig und unzugänglich fand. Dennoch geht es in diesen Sinfonien letztlich ganz ausgeprägt und nachdrücklich um das Licht(e). Aber das gibt’s nicht als “Fertiggericht”. Ich sehe in diesen Bildern somit auch eine ganz besondere Chance für Menschen, denen Bruckners Musik bisher zu schwer erschien. Eine Einladung, sich die Musik Bruckners vor diesem lichten Hintergrund neu zu erhören.

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    1.  Was für eine wunderbare, feinsinnige Resonanz! 😊Ich fühle mich wieder reich beschenkt ! Allein schon, dass die Aquarellfarben allem einen „ahnungsvollen Ausdruck “ geben, finde ich eine sehr schöne Beobachtung und ja auch sehr passend! Mir gefällt auch deine Feststellung sehr, dass uns Hören und Sehen eine Vorahnung geben; denn wie oft hört man eher: ich sehe nichts, also da ist nichts. Ja, Bruckner hatte es in seinem Leben nicht leicht. Deswegen ist wohl auch so viel Dunkel in seiner Musik spürbar. Aber er hatte eben so viel Trost durch sie. Sagt er doch, dass ihm die Engel seine Musik zugetragen haben und er sie nur aufzuschreiben braucht. 🙂 Und wenn meine Bilder den einen oder anderen zu Bruckners Musik führen sollten, würde ich mich sehr freuen! Da ist echt so viel Licht und Trost drin! Für mich trägt sie in der Tat die Botschaft, dass hinter all den Wolken die Sonne scheint. 🐻Herzlich, Petra

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      1. 😌
        Diese „ahnungsvolle Einladung“ zum genauen Hinhören bzw. Hinschauen und vor allem eben auch zum Nachspüren, was da noch über das Hör- und Sichtbare hinausgeht, scheint mir sehr wesentlich. Die Haltung „ich sehe nichts, also ist da nichts“ führt ja letztlich zu einer Verarmung (oder Verelendung) der Wahrnehmung. Manches wäre wohl zu sehen – aber nicht auf Anhieb. Und auf anderes muss man sich ahnungsvoll einlassen, damit es sich weiter offenbart.
        Mit einem klangvollen Abendgruß 🐻

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        1. Ja, ich verstehe.
          Auch wenn ich nur durchs Leben haste, bekomme ich nicht so viel mit. Wieder so ein Paradox 🤓Und auch Bruckner lässt sich nicht so im Vorbeigehen in die Karten schauen🤓🤓
          und ich freue mich so sehr, dass du dir für meine Posts Zeit nimmst!!! Noch einmal lieben Dank! Wie bist du dann nach dem Erlebnis mit der 8. Symphonie doch noch dazu gekommen, dich Bruckner mehr zu widmen? Ich kann mir gut vorstellen, dass das Interesse an ihm in jungen Jahren eh seltener ist. So war’s auch bei mir. Einen klangvollen Abend ! 🌟🎵🎶🎵🌟

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          1. Ja, das ist auch bei der Vielfalt an Möglichkeiten im Netz ganz wesentlich – wer nervös hin und her zappelt um möglichst nix zu verpassen bekommt ausgesprochen wenig wirklich mit. Und „nebenbei reinziehen“ geht bei Bruckner schon gar nicht, das stimmt. Ich habe damals einen Sprung ins 20. Jahrhundert gemacht zu den großen Orchesterwerken etwa von Schostakowitsch, Prokofiev, Bartók oder auch Sibelius. Nach einigen Jahren bin ich rückwärts bei Mahler gelandet und fast gleichzeitig auch bei Bruckner (die meisten großen Mahler-Dirigenten haben sich ja auch eingehend mit Bruckner befasst). Interessanterweise war es bei Bruckner und Mahler die Neunte, die mir sozusagen als „Nisthilfe“ diente. 🌟🦋🌟

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            1. Ja, Zerstreuung, ungute Vergleiche und Abhängigkeiten drohen auch im Netz und lenken vom Eigentlichen, persönlich Wichtigen ab. Wieder eine Aufforderung zur Gratwanderung , der wir uns stellen müssen.
              Dein musikalischer Weg hört sich ja spannend an! Und von Mahler zu Bruckner zurück, ist das auch interessant. Bei mir war Bruckner die Voraussetzung für Mahler. Erst musste ich mal eine Antenne für ihn bekommen, dann stand Mahler auch schon vor der Tür 😊 Die Neunte habe ich von beiden lange nicht gehört, aber die Spätwerke zuerst kennenlernen ist ja auch spannend😀 Hab’s gut heute! 🎵🦋🎶🦋🎵

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              1. Ja, dieser musikalische Weg war höchst eigenwillig und auch spannend. Für mich hat er sich aber ganz natürlich ergeben – er ist sozusagen organisch gewachsen. Eine wichtige Erkenntnis daraus war für mich auch, dass die musikalische Resonanzfähigkeit eines Menschen auch von außermusikalischen Faktoren abhängt. So können wohl auch bestimmte Erlebnisse dazu führen, dass man sich plötzlich in einer bestimmten Klangwelt heimisch fühlen kann.
                Dir noch ein zauberhaftes Wochenende. 🌟🎵🐻🎵🌟

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                1. Ja, das kann ich bestätigen. Das eigene Erleben und die Erlebnisse beeinflussen den persönlichen Musikzugang und die eigene Resonanz. Die Resonanz kann sich im Leben auch unendlich erweitern oder ganz verengen. Es gibt sogar (selten) Menschen, die zu gewissen Lebenszeiten Musik ganz ablehnen. Was haben wir für ein Glück, dass wir sie Dank der technischen Fortschritte jederzeit hören können, wenn wir nur wollen. Früher war das ja kaum möglich und für manche vielleicht ein ganzes Leben lang? Unvorstellbar… Dir einen guten Abend!
                  🌟😊🌟

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  2. wie wunderschön! ich empfinde deine bilder allesamt als sehr harmonisch, etwas was ich in bruckners musik bisher eher weniger empfunden habe (aber wie ich schon an anderer stelle sagte, habe ich mich noch nie richtig drauf eingelassen)… dieses adagio aber ist sehr, sehr schön! vielen dank für optischen und akustischen genuss! :)
    liebe grüße von diana

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    1. Danke für die lieben Worte, Diana! Auch ich habe lange keinen Zugang zu Bruckner gehabt und erst in meiner schlimmsten Lebensphase bin ich ausgerechnet auf ihn gestoßen, den ich so düster fand.😉Und er hat mir auch ein ganz tiefes Glück gebracht! Seine Adagio-oder Andantesätze in den Sinfonien sind am zugänglichsten und es gibt sie alle auf YouTube. Vor allem lichtvoll finde ich auch die 4.und die 7. Symphonie. Ob es für dich ratsam ist, so zu beginnen, musst du selbst einmal herausfinden. Ich möchte ihn nicht mehr missen. Seine Musik ist ein ganz besonderer Schatz für mich! Liebe Grüe, Petra

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    1. Danke für diese schöne Resonanz, liebe Priska! Leider konnte ich’s nicht in Einzelbildern präsentieren, wie ich wollte, weil die Anordnung immer wieder daneben ging, und zwar war sie auf der Bearbeitungsseite eine ganz andere als dann im Beitrag. Das hier ist also ein Kompromiss. Liebe Grüße zurück, Petra

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