Der Wunsch nach Details/The wish for details*

Zum Bild „Immer noch 7“ (Vielfalt und Lebensfülle) folgen hier auf Wunsch noch ein paar Details: Mit einem Klick drauf seht Ihr die Bilder größer und schöner auf Schwarz:/ As you’ve wished, I’m showing you some details of my painting „Still 7“ (Diversity and richness of life“). With a click on them you can see them bigger and more beautiful on black:

Sie sind bei verschiedenen Lichtverhältnissen aufgenommen. Bei den unteren Ausschnitten seht Ihr die Unterschiede besonders gut, weil es fast identische Ausschnitte sind. Erstaunlich, oder? / These photos have been taken in different situations of light. You can see the difference best in the 2 last similar images .

Von hinten sieht dieses Detail so aus, wenn man es stark beleuchtet. Hier zeigen sich vor allem die ersten Malschichten:/ If you look at this detail from the backside with a lot of light in the front it looks like this:

Daraus habe ich die kleine Diashow „Immer immer noch“ zusammengestellt./

I have made this slideshow from it.

Von was erzählt sie Euch wohl ?/ What’s the story behind it for you?

(Dieser Beitrag zählt zu meinem Projekt „Immer noch“. Mehr darüber und die bisherigen Beiträge findest du auf der Projektseite. /This post is part of my project „Still“. You can find more about it on the project page.)

16 Antworten auf “Der Wunsch nach Details/The wish for details*”

  1. Danke für das erneute Zeigen der „Lebensfülle“, liebe Petra. Ich hatte den Strich zuvor nicht so stark strukturiert empfunden, er hat noch viel mehr Kraft, als ich gedacht hatte. Man sieht hier mal wieder, dass die Fotografie zur Wiedergabe von Malerei nur bedingt geeignet ist (aber was soll man sonst tun?).
    Auch die Details finde ich sehr interessant, habe aber das Gefühl, sie stammen aus früheren Stadien des Bildes.
    Deine Serie „Lebensfülle von hinten durchleuchtet“ erinnert mich daran, was mir vor vielen Jahren ein Arzt erzählte: Wie erschüttert er war durch den Kontrast zwischen den lebhaften, erfüllten Lebensplänen, von denen ein Patient erzählte, während der Arzt auf Röntgenbildern den verheerenden Fortschritt der Krankheit betrachtete. Unvergessliches Erlebnis.

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    1. Liebe Ule, hab lieben Dank, dass du dich so intensiv mit diesem Bild auseinandersetzt! Ja, ich habe das erste Bild (bei Regenwetter fotografiert) mit einem Bild in der Sonne ersetzt. Das macht es im Ganzen und in den Details markanter und die Farben werden intensiver. Wie in den Details, die übrigens alle aus der letzten gemalten Version sind, sind ja auch Bilder nicht immer gleich, sondern wie die Fotos verändern sie sich je nachdem, wo und wie sie aufgehängt werden,ob und wei und woher das Licht einfällt etc So manches tolle Bild geht ja in einer Ausstellung unter, weil es keinen besseren Platz gefunden hat.
      Deine Assoziation zur Diashow finde ich sehr berührend und passend. Der Patient hier in der Show ist nur die Natur und damit natürlich auch wir Menschen. Hab einen lebensvollen Tag! Herzlich, Petra

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      1. Ja, sehr verschieden wirken Bilder (auch Plastik/Skulptur) jedweder Technik je nach Beleuchtung und Belichtung. Und je nach Einstellung des Betrachtungsgerätes, wie du auch schon mal an anderer Stelle bemerktest. Eigentlich müsste man jedem digital veröffentlichten Bild eine Anweisung mitgeben, bei wie viel Prozent Helligkeit es zu betrachten ist. Aber da gibt es keine Norm zwischen den Geräten, leider.

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        1. 🙂
          Eigentlich ist das ja auch ein interessantes Phänomen ! ? Vielleicht schaut der Künstler oder Betrachter vor lauter Verdutzsein noch mal genauer hin und hat eine neue Idee oder Assoziation und entdeckt Neues dabei?
          Das ging mir so mal in einer Ausstellung, als mir ein Bid im Schatten gar nicht auffiel. Es wurde aber in die Sonne gehängt, als ein anderes verkauft worden war. Was war ich erstaunt, seine Besonderheit zu entdecken!
          Lichtspielereien und-versuche für jedermann wären ja auch nicht schlecht? Und ja, wer will, könnte natürlich eine Anweisung dazu schreiben. 😉

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              1. Eine interessante Diskussion zwischen euch beiden. Tatsächlichkann man ja ohne „Beleuchtung“ gar nichts sehen, also ist die Art der Beleuchtung ein integraler Bestandteil des Kunstwerks. Es gibt, finde ich, keine „richtige“ oder „neutrale“ Beleuchtung,die einem in den Abbildungen von Kunst vorgespiegelt wird. Das Scannen gilt ja als neutral, dabei ist es eigentlich tödlich für die Billdirkung, da die Lebendigkeit des Lichts futsch ist. Kurzum, ich freue mich über diese Diskussion hier, die ich in meinem Blog schon so oft zu führen suchte („Licht-Schatten-Fotos“, digitale Fotos von Gemälen und Zeichnungen etc). Die hir dargestellten Details zeigen darüberhinaus die Wichtigkeit der Rahmung – auch ein sehr schwieriges Thema in der Kunst: vom eigentlichen Rahmen über die Farbe der Wand bis hin zu den benachbarten Bildern i- von all diesen Faktoren hängt die Bildwirkung ab. In einer Sammelausstellung kann zB ein Bild so falsch durch die Bilder anderer Künstler „gerahmt“ oder durch eine einseitige Säule sein, dass es schäbig wirkt. ….

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                1. Ja, die Wirkung eines Bildes ist von so vielen Faktoren abhängig , wie du das beschreibst. Es gibt sicher noch viele andere Faktoren, wenn wir da mehr drüber nachdenken würden. Gerade in Ausstellungen . Mir fallen da noch spontan Größe, Format und Farben ein. Ja, ich kenne einige deiner „Lichtreihen“, ist es doch auch bei mir eins der Hauptthemen (Licht, Farbe, Klang) . Wenn wir von Beleuchtung, Belichtung, Licht“ sprechen, wird’s spannend für mich. Es ist für mich auch interessant, für wieviel davon sich der Kunstschaffende entscheidet und damit mehr oder weniger sehen und mehr oder weniger Farbe aufleuchten lässt. Im Grunde beginnt das Bild (die Datei), die wir im Netz sehen immer ein Eigenleben, so nah sie am Original dran sein kann. Allein schon der Größenunterschied, über den wir ja schon gesprochen haben. Danke, Gerda. Herzlich, Petra

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  2. Wie schön, wenn das Wünschen hilft und gleich zu einem so reichen Beitrag führt. Ich selber kann die Bilder allerdings im Moment grad nicht gscheit anschauen. Das wird dann wohl ein Sonntagsvergnügen.
    Mit einem herzlichen Abendgruss

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      1. Lieben Dank. Ja, es war tatsächlich eine ausschließlich der Erbauung dienende, kurze Auszeit. 🌸
        Die Details sind wirklich eine echte Bereicherung. Der Eindruck ist ähnlich, wie man ihn auch oft in der Natur erlebt. Man entdeckt im Vorübergehen etwas Schönes. Und wenn man dies aus der Nähe betrachtet und sich auf die Einzelheiten einlässt, vervielfacht sich die Faszination.
        Auch die Details sind von einem Detailreichtum, dass man versucht sein könnte, sich noch Details der Details zu wünschen. 😉 Reichtum und Lebensfülle wirken nahezu unerschöpflich – im Kleinen wie im Großen. Und es wird so nun auch alles viel plastischer, greifbarer.
        Sehr schön und beeindruckend finde ich auch diese Gegenüberstellung nahezu identischer Ausschnitte in unterschiedlichen Lichtverhältnissen. Irgendwie hat ein Gemälde ja eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Theaterstück, d.h. es muss ja letztlich auch „inszeniert“ werden. Auch wenn der Text eines Dramas dabei immer gleich bleibt, ist die Wirkung eben je nach Inszenierung schon sehr unterschiedlich. Und Fotografien eines Gemäldes sind ihrerseits nochmals Inszenierungen. Das ist ja letztlich auch ein Vorteil – denn auf diese Weise kann ein Bild immer wieder neu entdeckt werden.
        Das „durchleuchtete“ Bild finde ich auch sehr faszinierend. Einerseits, weil es ganz einfach optisch attraktiv ist. Und anderseits, weil eben auch das zur Realität des Bildes gehört. Auch hier sehen wir das Bild, „wie es wirklich ist“. Dass man es „normalerweise“ nicht so sehen kann, zeigt vielleicht nur, dass „normal“ nicht immer „weise“ ist. 😉
        Die daraus entstandene Diashow wirkt auf mich sehr beklemmend. Man kann hier Zeuge werden, wie die Artenvielfalt in erschreckendem Tempo ausgelöscht wird. Und da kommt das Stichwort „normal“ erneut zum Zug. Denn das hängt ja mit einer Lebens(un)art zusammen, die viele heutzutage als „normal“ betrachten. In diesem Zusammenhang fällt mir der kanadische Sänger Bruce Cockburn ein, mit dem schon vor Jahrzehnten entstandenen Refrain eines Liedes: „The trouble with normal is it always gets worse.“
        Dennoch sehe ich in dieser Diashow noch einen anderen Aspekt. Denn ich habe mich entschieden, das vierte Bild der Reihe als „Feuer des Lebens, das sich nicht auslöschen lässt“ zu interpretieren. Das ist willkürlich, gewiss. Letztlich bauen wir aber unser Leben ja genau auf dem auf, was wir willentlich küren. 🌈
        Mit einem lebensfarbenfrohen Abendgruß 🐻

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        1. Lieber Random, was für eine detailreiche, begeisterte und begeisternde Rückmeldung! Es freut mich sehr, dass du meine Details mit einem Naturerlebnis vergleichst und sogar an Details von den Details denkst! Ha, wer weiß, sogar das wär mal möglich! Auch an die Inszenierung eines Bildes wie im Theaterstück habe ich so noch nicht gedacht, eher aber doch gemacht! 😀 Bei Bruce Cockburn habe ich mal reingehört und auch den Text gelesen! Das Lied ist nicht nur zeitlos, sondern passt ja sehr gut auf unsere Zeit! Durch die Diashow
          hat sich inzwischen ein Video entwickelt, in dem auch dein „Feuer des Lebens “ vorkommt (ohne dass ich diesen Kommentar kannte); denn so seh ich’s auch und hoff ich’s auch und möchte es auch so rüberbringen.
          Dir noch einen erfreulich- schönen Sonntag. Uns ist heute beinah eine Glastür aus der Angel gefallen, was allerlei Umstände gebracht hat. Vielleicht sogar eine Chance für Ideen, die ich mit mir rumtrage. Mal sehn.
          Lieben Dank für so viel Anteilnahme an meinen Bildern (auch sie danken 😉) und noch einen Sonntagnachmittag, der seinem Namen alle Ehre macht! Liebe Grüße, Petra 🕊🦚🐬

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          1. Lieben Dank für diese feine „Resonanz-Resonanz“. Es freut mich natürlich, wenn meine Gedankengänge eine so erfreuliche Aufnahme erfahren.
            Manchmal können solche Vergleiche wie der mit dem Inszenieren eines Theaterstücks ganz nützlich sein, weil man dadurch vielleicht einen neuen Blickwinkel gewinnt.
            Auf das Video mit dem „Feuer des Lebens“ bin ich schon echt gespannt.
            Bruce Cockburn hat ja zahlreiche ganz starke Texte geschrieben. Und erst jetzt fällt mir auf/ein, dass ich ihn noch nie im Blog hatte. Das gehört geändert.
            Ich hoffe natürlich, dass die „Glastürengeschichte“ nun zumindest in irgend einer Weise einen Nährboden für etwas Positives bildet.
            Der Sonntag hat seinem Namen recht lange alle Ehre gemacht. Erst im Lauf des Nachmittags wurde es bewölkt und etwas windig.
            Mit einem herzlichen Abendgruß 🐻

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            1. Danke!🙂
              Ja, durch den Begriff „Inszenierung eines Bildes“ wird einiges klarer. Im Grunde ist’s auch wie beim Menschen, der selten im natürlichen Aussehen und Outfit erscheint. 😄
              Zu „Feuer des Lebens“: Es gibt Kunstwerke, die auf die „unsterbliche“ Kraft der Natur hinweisen. So war ich in Berlin einmal auf einer beeindruckenden Fotoausstellung, wo Pflanzen und Tiere sich die leeren Städte zurückerobern. Leider erinnere ich mich nicht mehr an den Namen des Fotografen und finde ihn auch nicht mehr. Aber im Netz findet sich da allgemein einiges.
              Bruce CocKburn kannte ich gar nicht. So bin ich gespannt darauf!
              Lieben Dank und einen guten Start in die stürmische Woche! Herzlich, Petra 🐻

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