Diese große Freude/This great joy*

(Das Beitragsbild ist ein Ausschnitt meines Gemäldes „Dschungelig 2“ draußen im Freien, 2015/ The image above is a detail from my painting „Junglelike 2“ out in the sun, 2015 )

(Dieser Beitrag zählt zu meinem Mitmachprojekt Die Natur und Erde schützen/ ein Gewinn This post counts among my common project Protecting nature and earth- a gain )

English summary below

Kennt Ihr diese schier unbeschreibliche Freude, die die Natur auslösen kann? Sie ist auf dem folgenden Video herrlich zu sehen und zu hören:

Nun braucht es keine Wildnis oder derartige Wagnisse, wie wir sie hier mit Auszügen aus dem Film „Into the Wild“ sehen, um diese Freude an der Natur zu spüren . Jetzt im Frühling genügen schon ein paar Schneeglöckchen oder Enten und Fische in einem Teich (wie in meinen letzten Beitrag) )!

Die Natur tut uns einfach gut, entspannt uns und schenkt uns darüberhinaus Frohsinn, oder? Hier im Video fühlt sich der junge Mann sogar geheilt von all den düsteren Erlebnissen in seiner Vergangenheit.

Kennt ihr die Geschichte dahinter?

Der junge Amerikaner Chris Mc Candless verließ nach dem Abschluss seines Studiums seine Eltern, trampte 2 Jahre lang durch die USA und erfüllte sich seinen Traum: er lebte schließlich 4 Monate lang in einem abgestellten Bus in der Wildnis Alaskas. Er wollte die Natur ganz ursprünglich und weit weg von jeder Zivilisation erleben. Von Anfang an wusste er, dass das auch lebensgefährlich werden konnte. Leider hat er nicht alles dabei gehabt, was er benötigte, nicht einmal eine neuere Landkarte, die ihn aus der Wildnis hätte rausführen können. So wird er 1992 im Bus verhungert und tot aufgefunden.

Jon Krakauer schrieb das Buch „Into the Wild“ über ihn. Es wurde ein Bestseller. Menschen aus aller Welt interessierten sich für das Schicksal von Chris, der Tagbuchaufzeichnungen hinterlassen hatte. Sean Penn produzierte dann den gleichnamigen Film mit Musik und Liedern von Eddie Vedder.

Chris hat sich seinen Wunsch zu einem hohen Preis erfüllt. Und doch war sein Gewinn höher: auf seinem letzten Foto vor dem Bus strahlt er in die Kamera, abgemagert, aber immer noch voll Freude: in seinem Tagebuch kann man noch lesen: „I have had a happy life and thank the Lord.“ Er hat sich, Erfüllung und Freiheit gefunden:

Be it no concern, point of no return
Go forward in reverse
This I will recall
Everytime I fall


I’m free
Setting forth in the universe
Oh I’m free
Setting forth in the universe

Out here realigned
A planet out of sight
Nature drunk and high
Oh I’m free
(Text des obigen Liedes)

Wenn die Natur uns so viel bietet, was Basis für unser Leben und unsere Freude ist , ist es da nicht selbstverständlich, sie jetzt zu hegen und zu pflegen, da sie jetzt immer mehr aus dem Gleichgewicht gerät? Und wird die Bilanz für uns Menschen nicht von großem Vorteil, wenn nicht gar überlebenswichtig sein? Möge Leo Tolstoi doch Recht behalten! Das wäre dann auch ein großes Glück für uns:

P.S.Mich hat das Schicksal von Chris sehr fasziniert. So habe ich das Buch gelesen, den Film mehrmals angeschaut , einiges recherchiert und ich habe 2009 eine Serie dazu gemalt. Davon aber das nächste Mal mehr.

English summary

As you may know,“Into the Wild“ is a gripping book by Jon Krakauer about Chris Mc Candless and a true, tragic film about the young man’s urge to go back to wild nature, which he does and which he doesn’t survive . The songs and the guitar music in the film are very impressive for me. In this post you can see scenes of joy from the film in the first video and listen to a song that expresses that he has found freedom and himself in the wilderness, although he’s aware that he might risk death there. As he hasn’t packed all he needs to survive, not even a map, he can’t find a way out from his place . He can’t find enough food there. So he dies from hunger. But as we can see from his diary he is glad to have lived his life and been to Alaska.

Chris payed a high price for being able to live a simple life in Alaska. Nature healed him and showed him who he was. If nature offers us so much , a base for living and all this joy , isn’t it „natural“ to help it now that it’s losing its balance? Will the result not be vital for ourselves? May Leo Tolstoi be right when he says that there are sources of joy that will never vanish like the beauty of nature , animals and humans.

📌Bisherige Beiträge des Projekts:

➢ Beiträge von mir: (Petra Pawlofsky)

Die Natur schützen-ein Gewinn für uns

Wir haben eine Projektseite

Diese große Freude/This great joy

➢Beitrag von Gerda Kazakou : Vögel helfen Menschen (zwei Legebilder)

➢Beitrag von Kunsschaffende- Babsi. Schnabel Wir müssen die Natur mit anderen Augen sehen

➢Beitrag von Random Randomsen Change we must

➢Beitrag von Myriade  Wer schützt wen?

31 Antworten auf “Diese große Freude/This great joy*”

  1. Da fällt mir ein interessanter Film ein,den ich kürzlich gesehen habe. „Captain Fantastic“ handelt von einem Mann, der mit seinen Kindern bewusst in der Wildnis lebt und einen ganz eigenen Erziehungsstil pflegt. Es werden auch Grenzen seines Lebensstils für seine Kinder aufgezeigt.

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  2. In der Pubertät wirft ihm sein Sohn vor weltfremd erzogen worden zu sein. Schlussendlich ziehen sie um, damit die Kinder mehr Kontakt zur Gesellschaft bekommen. Es ist keine Niederlage, sondern eher ein Kompromiss. Ein schöner, teils lustiger Film.

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    1. Dank für deine Info! Ich hab mir gerade den Trailer angeschaut. Gedanken-und Diskussionsstoff, dabei wirkt’s auch locker und lustig, ja. LG Petra
      P.S. Du schreibst doch gerne. Hast du nicht Lust, etwas zum Thema Naturschutz und Gewinn für uns beizutragen? Würde das vielleicht sogar auf Grund dieses Films gehen??

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  3. Von Chris McCandless höre ich hier zum ersten Mal. Allerdings kann ich die Faszination und auch die von Chris beschriebene heilende Wirkung der Wildnis sehr gut nachvollziehen. Denn bereits flüchtige Begegnungen mit den Zauberwerken der Natur haben auf uns ja eine nährende und stärkende Wirkung. Im Beispiel von Chris dürfte diese Wirkung sogar in zweifacher Weise eingetreten sein. Auf der einen Seite eben die Begegnung mit der Natur. Auch wenn wir uns teilweise arg von ihr entfremdet haben, sind wir doch Teil davon. Und das Zweite ist eben die Abkehr von all dem künstlichen Getriebe, das uns von unseren Ursprüngen fernhält. Wir müssen nicht unbedingt so radikal sein, uns komplett davon abzuwenden. Aber weniger kann hier durchaus mehr sein. So beispielsweise im weltweiten Netzwerk. Zwischen „da sein im Netz“ und sich darin verfangen und verheddern gibt es ja einen ziemlich breiten Spielraum – da gilt es, die persönliche Balance zu finden.

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    1. Ja, da hast du vollkommen Recht. 😉
      Danke, Random.
      Es ist ja auch nicht so, dass jeder das gleiche Maß verträgt. So war ich z.B. in den letzten Tagen, auch heute, einfach zu viel im Netz. Meist gleicht es sich dann wieder aus. Aber ein Balanceakt ist das allemal. Was die Wildnis angeht, würde ich bestimmt nicht dran denken.
      Gerade die Einheimischen haben Chris auch Vorwürfe gemacht, weil er sich nicht gut genug darauf vorbereitet hat.
      Doch ein einfacheres, naturnahes Leben kommt mir schon verlockend vor. Mit liebem Gruß, Petra

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      1. Ja, da geht es sehr stark um eine individuelle Balance – die zudem auch (mehr oder weniger) natürlichen Schwankungen unterworfen sein kann.
        Alaska ist ja dann doch ziemlich extrem, was Wildnis angeht. Man mag durchaus geneigt sein, Chris McCandless eine gewisse Verrücktheit zu unterstellen. Auf der anderen Seite: wie schaut es denn mit dem aus, was wir Zivilisation und modernen Lebensstil nennen?
        Mit einem herzlichen Abendgruß 🐻

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        1. Lieber Random, wieder einmal ist ein Kommentar von mir verschwunden. Heute Morgen habe ich dir geantwortet. Das Netz hat allerdings wenig reagiert…Vielleicht ist er gar nicht abgeflogen. . Und zwei von mir habe ich jetzt im Spamordner gefunden!?
          Also noch einmal lieben Dank für deine Antwort!
          Ja, mit Alaska kommt wohl ein jugendliches Austesten der eigenen Stärke und Grenzen ins Spiel.“ Leider etwas leichtsinnig“ würde ich ihn nennen. Ver-rückt ist er für mich nicht. Dagegen finde ich schon einiges an unserer Gesellschaft so ziemlich „ver-rückt“ . Vielleicht, wenn wir wieder mehr an die Natur ranrücken , würde sich das ganz schön ändern. Einen herzlichen Abendgruß zurück 🐻

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            1. Und da ist ja schon ein weiterer da! Von dir!!!
              Nun weiß ich nicht, ob ich es jetzt schaffe, ihn gebührlich zu würdigen; denn wir sind am Aufbrechen in die Sonne, die sich heute wohlmöglich nur kurz zeigt. Also bis später! Liebe Grüße und lieben Dank! Petra

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              1. Ja, das hat sich durch das „Madrigal“ vom letzten Sonntag so ergeben – der Gedanke, dass es ja von Jon Anderson was gibt, das hier passen könnte…
                Da ist ja nun auch keine Eile angesagt. Der Beitrag wird, nehme ich an, dauerhafter sein als der sonntägliche Sonnenschein.
                Mit einem herzlichen Gruß zum Sonnentag 🐻

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                1. Das Zufliegen der Ideen ist immer wieder ein rätselhaftes Geschenk. 😃
                  Jetzt ist es doch noch später geworden. Aber du hast Recht, es eilt ja nicht. Myriade hat auch noch einen Superbeitrag veröffentlicht! Liebe Grüße für den Montag! 🐻

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  4. Ich war selbst schon in Situationen, in denen ich mich nicht orientieren konnte. Soll ich 1 km links gehen oder 1 km rechts. Der Verunglückte war ja aufgrund einer schwachen Landkarte nicht in der Lage, sich zu orientieren.
    Wie vielerorts auch zu lesen, war hier die Natur übermächtig und regelrecht gnadenlos.Diese Härte der Natur musste er am eigenen Leibe erleben.
    Sehr tragisch.

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    1. Ja, ich möchte ihn jetzt noch mal ansehen und hoffe, es klappt bald! Lieben Dank für deine nette Rückmeldung und für deine vielen Besuche undLikes! Einen schönen, frohen Sonntag! LG Petra

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  5. Eine tragische Geschichte, die zu „Into the Wild“ geführt hat. Aber der Videoclip zeigt vielleicht, was Chris McCandless gesucht hat. Ob er es vor seinem Ende gefunden hat? Ob das den Verlust seines Lebens wert war? Das will ich nicht beurteilen.
    Aber Menschen, die extrem auf den Wahnsinn unserer Zivilisation reagieren, werden mehr. Sie machen nachdenken, aber wie viele von uns ändern mehr, als dass sie ihre Gesprächsthemen ändern?
    Ich bin nicht sicher, ob wir das Ende der Menschheit noch aufhalten können, so bekommt deine Aktion hier für mich schon fast den Charakter einer Sammlung von Nachrufen. Auf die Schönheit der Natur, wie wir sie kennen und wie sie nie wieder sein werden.
    Es hat sich immer wieder viel geändert auf der Erde seit dem ersten Leben auf ihr. Es wird such zukünftig Schönheit geben und Leben (vielleicht) auch. Nur werden Menschen sie nicht mehr sehen.

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    1. Liebe Ule, Dank für deine kritischen Gedanken! Dass dieses Projekt auch nicht mehr als ein Stein ins Wasser ist, ist mir klar. Und es gibt ja schon viel schwerere Steine, die große Kreise ziehen. Ob wir auf dieser Erde überleben werden, ich weiß es nicht. Aber der Versuch, mit meinen eigenen Mitteln etwas dafür zu tun, die Situation etwas hoffnungsvoller zu machen und die Hoffnung darauf nicht sterben zu lassen, ist mir wichtig. Die Hoffnung ist keine Augenwischerei, sondern Lebenskraft und spornt zur Handlung an. Auch wenn es dann nur um ein paar Jahrzehnte mehr geht…

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