Versteinert/Petrified*

Anfang Oktober haben Myriade und Frau Flumel ihre Impulswerkstatt eröffnet und zwei Bilder als Impuls vorgegeben. Wer hätte gedacht, dass ich nun schon meinen 3. Beitrag dazu schreibe?

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Myriade and Mrs Flumel opened their impulse studio at the beginning of October: They posted two images as an impulse for new ideas, words or pictures etc . Who would have thought, that I can dedicate my 3rd post to it? :

In der letzten Zeit war es Myriades Photo, das mich inspiriert hat. Ihr könnt es auf der ersten Seite von Impulswerkstatt sehen: Einen Doppelfels am Meer.

Sogleich dachte ich an ein Bild, das ich vor langer Zeit gemalt habe. Zum Entschluss, es beizutragen, haben dann noch Ules Beiträge den letzten Anstoß gegeben.

Dieses Bild habe ich nach einer Geschichte gemalt, deren Name ich vergessen habe:

Es wird darin erzählt, dass eine Frau ihren Mann verloren hat. Nach seinem Tod steht sie immer wieder am Meer und schaut nach ihm aus.. Schließlich bleibt sie tags und nachts an der Küste stehen, bis sie dort zu einer Steinsäule erstarrt:

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Here you can see Myriade’s photo , which inspired me: a double rock on the sea. It has reminded me of a painting I had painted a long time ago. Ule’s posts made me decide to post this, too.

I don’t remember the name of the story the painting is about. But this is what ’s it about:

A woman had lost her husband or lover . She went to the sea again thinking about him and hoping for him although he had died. At last, she remained on the shore day and night and she turned into a stone column:

Zur Säule erstarrt, Ölkreiden, 30×40 auf Malkarton, 2004

Es sind aber auch noch andere Bilder entstanden wie hier in der Diashow, die Ihr auch anhalten könnt: /Digital variations and other images have come into being recently, too:

35 Antworten auf “Versteinert/Petrified*”

  1. Als ungewöhnlich gegenständlich nehme ich dieses Bild wahr. Es ist nur eins, oder? Die anderen scheinen digitale Bearbeitungen zu sein.
    Aber auch das erste/ das Original scheint das Meer als fotografische Komponente zu haben.
    Deins und meins sind in diesem Falle ganz nahe beieinander.

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    1. Liebe Ule, meine Malerei und meine Bilderwelten haben sich stark verändert, sowohl von den Techniken her als auch der Abstraktion und dem Figürlichen. Ja, es gibt mein ursprüngliches Bild von 2004 und sonst ist alles in der letzten Zeit digital erarbeitet. Das Meer ist hier überall dabei. Herzlich, Petra

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        1. Dito! Obwohl ja manche eine durchgehende Sprache erwarten und auch liefern. Ich gehe eher davon aus, was ich dazu gelernt habe und was sich da äußern will. Und da ist auch künftig Änderung angesagt!
          🙂😀🙃

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    1. Liebe Annette, ja,meine Malerei hat sich mit der Zeit stark verändert und ich probier z.Zt. eine neue Software mit anderen Möglichkeiten aus . Wenn es dir unter die Haut geht: mir auch, immer noch, gerade jetzt auch als Diashow wie eine neue Geschichte. Danke! Liebe Grüße zurück, Petra

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    1. In diesem Fall ist es auch die Geschichte von meinem verstorbenen Mann und mir. Und auch wenn ich sehr dankbar bin, sie erlebt zu haben, ist da immer noch eine Narbe, Trotzdem, Zweisamkeit kann ich inzwischen wieder mit meinem Lebensgefährten erfahren. Aber diese Beschäftigung hat mich trotzdem aufgewühlt, ja. Danke, liebe Sy!

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      1. Manche Erlebnisse und Erfahrungen bleiben immer schmerzhaft, ganz gleich, wie viel Zeit vergeht. Eine Auseinandersetzung im künstlerischen Sinn ist wohl die beste Art, damit umzugehen.

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        1. Ja, ich bin sehr froh, dass das möglich ist. In der Kunst findet ja auch eine Art Entspannung statt, in der nicht alles Schmerzhafte bewusst ist, aber doch gelöst wird. Und das Glück kann darin so nah sein. Gott sei Dank gibt es auch Gartenarbeit, Tanz, Singen, Sport, Naturerlebnis, bewusste Träume, etc. Jedem das seine oder mehreres zugleich! 🙂

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  2. Ein großes und immerwährendes Thema präsentierst du uns hier. Besonders stark berührt mich hier das Titelbild. Durch die digital eingeflochtenen fotografischen Wellen des Meeres wird der Kontrast zwischen der erstarrten Person und der steten Lebendigkeit des Meeres (der ja letztlich auch Stein nicht standhält) besonders deutlich. Bemerkenswert finde ich, dass so eine Erstarrung eben nach einer dramatischen Veränderung einsetzen kann, aber auch dann, wenn sich über lange Zeit kaum etwas verändert. Dabei streift mich der Gedanke, dass vielleicht die eine Erstarrung die andere gebiert. Dergestalt, dass jemand, dessen Leben in Routine erstarrt ist, bei einer drastischen Veränderung zu einer neuen Form der Erstarrung neigen könnte. Die Diashow deutet allerdings für mein Empfinden an, dass jede Erstarrung nur eine temporäre Phase ist und sich letztlich nichts und niemand dem Fluss des Lebens entzieht…

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    1. Was für tiefe Gedankengänge du da wieder bei-trägst! Ja, es mit Routine und Gewöhnung, ja alltägliche Leblosigkeit zu vergleichen ist mir noch nicht gekommen. Aber ich denke oft bei manchen Menschen, dass sie nicht wirklich lebendig sind, eher Schlafwandler oder Erstarrte.
      Hier trifft für mich der letzte Satz am ehesten zu, auch dass das Meer sich immer wieder durchsetzt. Das Bild ist hier auch mein Thema, ja. So habe ich nach dem Tod meines Mannes einen Moment am einsamen Meer erlebt, wo ich laut losgeheult habe und sich der Bann so richtig gebrochen hat. Und die Gefahr, bei so einem großen Verlust zu erstarren kenne ich gut. Aber wie bei Sybille schon erwähnt, habe ich ja inzwischen einen neuen Lebenspartner gefunden.
      Lieben Dank! Hab’s gut heute!

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      1. Ein gewisser Starr-Sinn im Leben kann ja durchaus ganz nützlich sein. Denn Routine und Gewöhnung bieten auch Halt. Nicht jede(r) braucht gleich viel davon. „Zufälligerweise“ bedeutet „Halt“ aber auch Stillstand. Festhalten und Innehalten – beides gehört zum Leben. Aber es sind gleichsam Taktstriche. Die Melodie darf nicht stillstehen.
        Die deinem Bild zugrunde liegende Situation würde ich musikalisch einer Fermate gleichsetzen. Eine Note oder Pause für eine nicht genau definierte Zeit aus-halten. Auch das eine sehr individuelle Angelegenheit.
        Mit einem herzlichen Gruß zum lebendigen Abend 🐻

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        1. 🙂 Ja, im besten Fall eine Fermate. Schön, wenn man sich so gut hineingeben kann!
          Manchmal bringt das Leben allerdings auch Zumutungen, die sehr schwer zu ertragen sind. Bruckners Stille nach Tönen ganz im Tiefen kommen mir da. Oder Bachs Osteroratorium. Mit lieben Grüßen, Petra 🐻

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  3. Es ist mir eine sehr große Freude, wie bei dieser Werkstatt die Inspiration hin und her geht zwischen Bildern und Texten und wieder zurück !
    Auch ich bin schon lange am Meer gestanden, aus denselben Gründen, auch nicht erstarrt, wie du und kann das ursprüngliche Bild ebenso wie alle Bearbeitungen sehr, sehr gut nachfühlen.
    Danke für den Beitrag !

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