Licht-Farbe-Klang /Light-Colour-Sound*

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Diese Seite dreht sich um die für mich so wichtige Verbindung von Malerei und Musik und ist hauptsächlich eine verkürzte Fassung des Beitrags Gedanken zu meiner Ausstellung Licht-Farbe-Klang .

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Die Malerei hat für mich eine geheimnisvolle Verwandtschaft mit Klang und Musik. In ihr begegnen uns innerer Klang, Rhythmus,““Farbtöne„, ja sogarFarbsymphonien„. Auch in unserer Alltagssprache mischen wir Farbe und Klang oft in Wörtern wie „knallrot, knallig bunt“, „schrille, schreiende Farben“ … Wenn Klang zu Musik wird,  können wiederum „Klangfarben“ und „helle oder dunkle Klangbilder“ entstehen. Musik schafft visuelle Reize und Bilderwelten, ja Raumwelten…..

Bekanntlich gibt es Menschen, für die die Verbindung von Klang und Farbe, Musik und Bild so stark ist, dass sie bei einem Ton eine Farbe sehen oder bei einer Farbe gleichzeitig einen Ton hören (Synästhesie), wobei man heute von einer Bereicherung und nicht mehr von einer Verwirrung der Sinne spricht.   Das Phänomen, dass Menschen bei bestimmten Klängen oder Musikpassagen Licht wahrnehmen, kommt  häufiger vor. Und ganz oft wollen wir Menschen etwas nicht nur für’s Ohr sondern auch für’s Auge haben.

Auch deswegen werden Bildsequenzen in Filmen, Werbung und in der Computertechnik mit Musik „untermalt“ oder in Klang umgesetzt. Außerdem beschäftigen sich immer wieder Wissenschaftler wie Künstler, oft getrennt, manchmal in Zusammenarbeit, mit den Schnittstellen von Licht, Farbe, Klang. Musiker komponieren Musikstücke zu Bildern (z.B. Mussorgskis Bilder einer Ausstellung). Umgekehrt wurde  immer wieder versucht, Klang allgemein und eben auch musikalische Komposition in Bilder umzusetzen (Kandinsky, Klee, Kupka …) bis hin zu Mischformen (Yves Klein, John Cage …)

Heutzutage probiert man zwar eher eine Visualisierung von Klang mit Experimenten, Installationen, happenings, Videoclips, Computertechnik … , aber ich möchte bei meinen Bildern (zumindestens als Basis) bleiben.

Folgende Fragestellungen beschäftigen mich dabei:

Was verbindet Malerei und Musik? Wie kann ich Musik in einem Bild wiedergeben? Wie weit geht das überhaupt? Wo finde ich Parallelen und Berührungspunkte zwischen der dynamischen Musik und der eigentlich statischen Malerei? Wo aber hören die Gemeinsamkeiten auf?

Die Antwort auf diese „alten“ Fragen fällt immer wieder anders und neu aus; denn die künstlerische Umsetzung ist so individuell und subjektiv wie die persönliche Wahr-Nehmung und wird wohl ein Versuch bleiben. Sie wird eher „erspürt“ als klar ausgesprochen.


Das urtümliche Wesen der Farbe ist ein traumhaftes Klingen,
ist Musik gewordenes Licht.
In dem Augenblick, da ich über Farbe nachdenke,
Begriffe bilde, Sätze setze, zerfällt ihr Duft,
und ich halte nur ihren Körper in den Händen.

(Johannes Itten)

Ein klassisches Musikstück  (z.B. von Bach oder Mozart) wird dabei ganz andere Farb-und Formenvorstellungen hervorrufen als ein modernes (z.B. von Piazzolla).  Darüber erfährt man in meinen VorWorten zur derzeitigen Ausstellung mehr.


For those who don’t understand German, but English:

This page is about correspondences of painting and music  that are so important for me. It’s above all a shorter article about  my Thoughts about my show Light-Colour-Sound.

There’s a mysterious relationship between  painting, sound and music for me.
In German we have such words as “ Farbtöne“ or „Klangfarbe“. Often when speaking about a painting, we think of its composition, rhythm, inward sound, its tunes, even call it a symphony of colours

In our daily language we often mix colour and sound, too. I don’t know the English correspondences, but in German colours can be shrieking or noisy. We have light and dark sound images  etc  Music creates visual phenomena and imaginary worlds full of images  and spaces …

As you know there are people who experience such a close reletionshop between colour and sound that they see a colour at the same time when  hearing a sound or hear a sound when seeing a colour (synästhesia). Once we considered this  a confusion of senses, now it is seen as enrichment. The phenomenon that people become aware of light when listening to sound or music seems to occur even more often . And how often we want something for our eyes and ears at the same time.

That’s one of the reasons why  image sequences, films, ads and computer technologies are accompanied (German : untermalen / paint under it) by music or transformed into sounds. Besides, scientists and artists alike are fascinated by the interface of light, colour, sound. Some by themselves, others in cooperation.

Musicians compose pieces of music about paintings (e.g. Mussogski Paintings of an exhibition). On the other hand, visual artists try to transform sound and music in images (Kandinsky,Klee, Kupka…) and there are even mixed forms (Yves Klein, John Cage …)

Today artists try to visualise sound  by experiments, installations, happenings, videoclips, computer technology…, but I want to use my paintings ( as a source at least)

The following questions fascinate me :

What unites painting and music? How can I mirror music in a painting? How far is it possible?? Where can I find parallels and correspondences of dynamic music and static painting? Where do similarities stop?

The answer to these „old“ questions is always different and new; because the artist’s work is as individual and subjective as personal perception and will always stay a try … It’s more an inner feeling/ experience  (Erspüren) than a statement.

The original essence of colour is a dreamlike sounding,

is light having become music.

The moment I’m thinking  about colour,

forming notions and sentences, its scent is fading away,

and I only hold its body in my hands.

(Johannes Itten)

A classical piece of music (Bach or Mozart e.g.) will produce different ideas of form and colour than a modern one (e.g. Piazzolla). I have written more about it (in German) here in my VorWorten about my Piazzolla show.

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(Zündende Klänge, 2009)

2 Gedanken zu „Licht-Farbe-Klang /Light-Colour-Sound*

  1. Pingback: Montag, den 18. April 2016 | Kulturnews

  2. Pingback: Bilderkramen/Rummaging about 2* | da sein im Netz

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